Streethockey
Entwicklung des Streethockeys
Obwohl Streethockey (heute häufig auch Ballhockey genannt) zur Zeit organisierter ist, bleibt auch heute die erste Erfahrung mit diesem Sport immer dieselbe wie für die ersten Streethockeyspieler. Man braucht dazu ein paar Freunde oder Familienmitglieder, einen Platz wie z.B. eine Straße oder einen nahen Parkplatz, einige Steine oder Ziegel, um Torpfosten zu markieren, einen Tennisball, alte Hockeyschläger, und los gehts!
Die offizielle Spielart des Streethockeys bzw. Ballhockeys ist relativ neu, die Herkunft dieses Sports kann man auf ähnliche Sportarten mit einem Ball und Schläger zurückführen. Die ersten Hinweise auf ein ähnliches Spiel, genannt „Hurlingspiel“, gab es schon im 2.Jahrtausend v.Chr. in Irland. Das Wort Hockey leitet aus dem ähnlichen, 1572 zum ersten Mal beobachteten Spiel her, das Indianer in Nordamerika gespielt haben. Die Entwicklung des Streethockeys folgte eng der Entwicklung des Eishockeys, wodurch es sich eher in den nördlichen (kälteren) Gebieten verbreitet hat. Formal organisierte Street- und Ballhockey-Ligen entstanden unabhängig voneinander in mehreren Ländern, in Kanada (Ende der 60er Jahre), in den Vereinigten Staaten (am Anfang der 70er Jahre), in Österreich, Tschechien und in der Slowakei (in den 80er Jahren), in Finnland, Deutschland, Japan und in der Schweiz (Anfang der 90er Jahre) und in letzter Zeit auch in anderen Ländern. Die Regeln für Street- und Ballhockey haben sich dank der engen Verwandtschaft mit Eishockey in allen diesen Ländern sehr ähnlich entwickelt. Nach dem politischen Wandel 1989 in Mittel- und Osteuropa begann auch dort die internationale Kooperation zu blühen. Sie führte über Wettbewerbe bereits im Jahre 1991, an denen Mannschaften aus Europa als auch aus Amerika teilgenommen hatten, zur Einrichtung der Internationalen Street- und Ballhockey Föderation im Jahre 1993 und der Junioren- und Senioren-Weltmeisterschaft, die alle zwei Jahre stattfindet. Heute gibt es einige Millionen Menschen, die sich in ihrer Freizeit dem Streethockey widmen, Hunderttausende spielen in organisierten Ligen.
Von Anfang an arbeitete die ISBHF (International Street- & Ballhockeyfederation) darauf hin, dass einzelne Länder rund um die Welt ihre Erfahrungen, Entwicklungsanstrengungen und Neuigkeiten teilen. Das Ziel war, eine weltweite Streethockey-Organisation zu gründen, die das Streehockeyspiel standardisiert und einen organisatorischen Rahmen bereitstellt. Dies umfasst auch praktische Informationen z.B. wie sich Programme erstellen und verbessern lassen, wie man Regeln und Fähigkeiten entwickelt, wie man in Freundschaftswettbewerben zusammenspielt und wie man Streethockey auf der Lokal-, Landes- und internationalen Ebene propagiert.
Das erste internationale Turnier fand 1994 in Oshawa (Kanada) statt, gefolgt von Bratislava (Slowakei), wo zum ersten Mal im Jahre 1995 die Europameisterschaft gespielt wurde und wo auch im Juni 1996 die Weltmeisterschaft eröffnet wurde. Die erste Juniorweltmeisterschaft für Spieler jünger als 20 Jahre fand im Jahr 2000 in Kralupy (Tschechische Republik) statt. Nachdem sich die WM abwechselnd in Jahren 1996, 1998 und 1999 stattgefunden hatte, etablierte sich ihre Veranstaltung in ungeraden Jahren. Die Juniorenweltmeisterschaften werden dagegen in geraden Jahren gespielt.
Als internationaler Dachverband organisiert die ISBHF die Welt- und Kontinentalmeisterschaften für Nationalmannschaften, sowie jedes Jahr verschiedene Mannschaftsveranstaltungen. Eine ganze Reihe von Vorschriften und gemeinsamen Regeln wurde zum Zwecke der internationalen Turnierveranstaltungen und der Zusammenwirkung zwischen Mitgliedern verabschiedet. Die ISBHF arbeitet mit der Internationalen Eishockey Föderation zusammen, um die Hockey-Grundlagen weiterzuentwickeln.
Weltweite Erweiterung
Da es wirklich einfach ist, Streethockey spielen zu lernen, hat dieser Sport weltweit in mehr als 60 Ländern seinen Platz gefunden, einschließlich Argentinien, Australien, der Bahamas, Barbados, Bermuda, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, der Britischen Jungferninseln, Kanada, der Kaimaninseln, Chile, der Tschechischen Republik, Dänemark, der Dominikanischen Republik, England, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Hongkong, Ungarn, Indien, Irland, Italien, Japan, Kuwait, Lettland, Litauen, Luxemburg, Makedonien, Malaysia, Mexiko, Mongolei, der Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Pakistan, Polen, Portugal, Russland, Serbien, Schottland, Singapur, der Slowakei, Slowenien, Südafrika, Südkorea, Spanien, Sri Lanka, Schweden, der Schweiz, Thailand, der Turks- und Caicosinseln, der Ukraine und der Vereinigten Staaten. Mehr als 30 von diesen Ländern sind schon Mitglieder der ISBHF.
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Sportausrüstung
Im Verlauf der internationalen ISBHF-Wettbewerben „5+1“ (5 Spieler und 1 Torhüter) müssen alle Spieler einen geprüften Helm, Eishockey- oder Streethockey-Handschuhe und Rennschuhe tragen. Spieler jünger als 18 Jahre sind verpflichtet, einen vollen Gesichtsschutz zu tragen. Viele Länder haben ähnliche Ausrüstungsförderungen, um Spieler vor Verletzung zu schützen.
Obwohl das nicht obligatorisch ist, wird es empfohlen, Elbogenschützer, einen Jockstrap, weiche Knieschützer und Schienbeinschoner zu tragen. Erwachsene sollten abwägen, ob sie einen Gesichtsschutz tragen, um ihre Augen zu schonen. Beim Spielen benutzt man übliche Eishockeyschläger.
Bällen sind meistens orange und nicht viel größer als Tennisbälle. Für das Spielen in der ISBHF sind zwei Ballmodelle offiziell anerkannt. Der harte „Pro Ball“ wird für Erwachsene und für wärmere Gebiete empfohlen. Er wird auch bei den Weltmeisterschaften benutzt. Der weiche „Street Ball“ wird dagegen für jüngere Jugendgruppe und für das Spielen beim kälteren Wetter empfohlen. Die ISBHF-Bälle werden von der Firma D-Gel hergestellt und tragen entweder ein ISBHF-Logo oder ein Logo eines Mitgliedsstaates. Das Verzeichnis der Einzelhändler ist nach einzelnen Staaten geordnet (siehe Handelsware).
Die Firma D-GEL ist zum Marketing-Partner dieses Sports geworden. Sie hat vor kurzem, in Zusammenarbeit mit der ISBHF, eine speziell für Streethockey entworfene Ausrüstung hergestellt, einschließlich flexiblerer Handschuhen, gepolsterter Shorts und Protek Schienbeinschonern. Die ISBHF ist neulich eine ähnliche Geschäftspartnerschaft mit der Firma Mylec eingegangen. Hierbei geht es um die Herstellung von Helmen, Hockeschlägern und Torhüterausrüstung.
Arenen & Spielflächen
Streethockey kann man in seiner einfachsten Form praktisch überall spielen, wo es glatte Flächen gibt, die möglichst von als Banden verwendbaren Barrieren begrenzt sein sollten, damit der Ball das Spielfeldes nicht so leicht verlässt. In den Ländern, wo Hockeyarenen selten zugänglich sind, muss man eigene bauen oder Tennisplätze, freie Parkplätze, Schulhöfe oder Sporthallen nutzen.
Die Breite der Spielfläche schwankt zwischen 24 und 30 m, die Länge zwischen 48-60 m, wobei größere Spielplätze in höheren Wettbewerbsebenen bevorzugt werden.
Altersgruppen
Wo es möglich ist, werden Gruppen sowohl nach dem Alter als auch nach Fähigkeiten (von Freizeitspielern bis Leistungsspielern) gebildet. Spieler werden in Gruppen nach Altersintervallen von 2 oder 3 Jahren eingeteilt. Der Altersabstand ist davon abhängig, wieviele Kinder und Jugendlichen registriert sind. Man teilt Spieler normalerweise in Altersgruppen Unter 6, U 8, U 10, U 12, U 14, U 16 und U 18. Bei niedrigerer Spielerzahl kann man auch Gruppen U 6, U 9, U 12, U 15 und U 18 bilden. Erwachsenenligen sind meistens für Spieler ab 18 Jahren zugänglich. Gruppen für ältere Erwachsene 30+, 35+, 40+ sind mehr und mehr populär. Schließlich müssen Sie selbst entscheiden, was für die Entwicklung Ihrer Spieler und Ihrer Pläne besser ist. Spielfreude bringt manchmal mehr als Sicherheitsregeln, aber ebenso ist es wichtig, dass Spieler ordentlich wetteifern könnten, dass alle die Möglichkeit hätten, erfolgreich zu sein, und dass sie Spaß auf dem Weg nach Erfolg hätten. Selbstwertgefühl spielt bei Freizeitspielern eine wichtige Rolle und das sollte bei der Programmentwicklung beachtet werden.
Wort des Präsidenten
George Gortsos
Präsident der ISBHF
This past weekend I had the honour of becoming the third President of the ISBHF.
I believe that as a player and coach I have always strived to play ball hockey in a skilled and team way. Now I have a chance to work with all the great leaders of our sport throughout the World who love the game like we all do. I met some great people in Paris. And I would like to thank the representatives of all our member nations who voted me in on behalf of ball hockey players around the World.
This is an honour I will handle with the honesty and hard work that made me a successful player and coach. I want to share the main keys that I will strive to work with my fellow board members to make this game better around the World.
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